Die Modebranche, ein Ort, der ständigen Wandel und Innovation verspricht, steht heute vor einer ihrer größten Herausforderungen: der Integration von Umwelt- und Sozialaspekten in bestehende Geschäftsmodelle
Die Zahl der Konsument*innen, die sich mehr Transparenz sowie die Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialaspekten in der Modebranche wünschen, wächst. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie sich Produkte mit höheren Umwelt- und Sozialstandards für möglichst viele Konsument*innen zugänglich gestalten lassen. Führt das in der Konsequenz zu einer neuen Definition von Luxus in der Modeindustrie? Welche Werte der Identifikation sollen Luxusgüter zukünftig verkörpern? Reichen Exklusivität, Status, Überfluss und Tradition zukünftig noch aus, um das Luxussegment zu bespielen oder muss ein Systemwandel her, der Luxusmarken stärker mit Umwelt- und Sozialaspekten verknüpft?
Die Produktion nachhaltiger Mode ist komplex und mit zahlreichen Hürden verbunden, die Unternehmen dazu zwingen, ihre Strategien und Geschäftsmodelle zu überdenken. Welchen Unternehmen wird das möglich sein?
Haben kleine Labels, die sich einer ganzheitlich nachhaltigen Strategie unterziehen, eine Chance, sich neben etablierten (Luxus-) Marken zu platzieren, bei denen Konsument*innen bereits eine höhere Preisakzeptanz haben?
Dieses Journal wirft einen Blick auf verändertes Konsument*innenverhalten und das bedeutende Problem der Umstrukturierung, dem sich Unternehmen in der Modebranche bei der Verfolgung nachhaltiger Ziele gegenübersehen.
