Die Earthbeat Foundation

Die Earthbeat Foundation

Wir verwenden mit Maren Jewellery ausschließlich recyceltes Gold. Das bedeutet, dass wir uns gegen neugewonnenes Gold entschieden haben. Um aber trotzdem etwas für den positiven Wandel in der Goldbranche zu tun, unterstützen wir die Earthbeat Foundation mit 3% unseres jährlichen Gewinns.

Die Earthbeat Foundation wurde 2012 mit einem klar definierten Ziel gegründet: Das Team rund um Gründerin Guya Merkle will den legalen, sicheren, nachhaltigen und umweltschonenden Umgang mit dem Rohstoff Gold unterstützen und den Neuabbau von Gold beenden. Denn wie schädlich der Goldabbau für Mensch und Umwelt ist, welche langfristigen Risiken und Belastungen der Erde damit angetan werden – das ist wirklich schwer hinzunehmen. Deshalb hat die Initiative einen Leitspruch formuliert, der ihrer Arbeit Pate stehen soll: „Kreislaufwirtschaft stärken, um natürliche Ressourcen zu schonen und so die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen zu sichern.“ Eine Vision, die auch wir bei Maren Jewellery mittragen wollen!

Recycled Gold

Urban Mining ist ein erster Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft

Wie lässt sich der Goldabbau in Einklang mit Natur und Mensch bringen? Die Kreislaufwirtschaft zu stärken, bedeutet, das Urban Mining zu forcieren, also die Goldgewinnung aus alten elektronischen Geräten oder das Recyceln von Altgold, um es zurück in den Produktionskreislauf wandern zu lassen, sodass der Neuabbau von Gold langfristig überflüssig wird.

Eine neue Hoffnung für Minenarbeiter*innen

Doch: Was passiert mit all den Menschen, die in den Goldminen arbeiten, wenn kein Gold mehr abgebaut werden muss? Die Earthbeat Foundation setzt sich mittels eines 5-Ziele-Plans für die schätzungsweise 80 Millionen Menschen ein, deren Lebensgrundlage die Minenarbeit ist, um ihnen eine neue Lebensgrundlage zu bieten.

Die ehemaligen, verlassenen Minenstandorte werden umfunktioniert, um eine neue Nutzung zu ermöglichen, Haushalte werden gestärkt, um eine mittlere Einkommensstärke gewährleisten zu können, es werden nachhaltige Investitionen getätigt, sodass eigenständige, unabhängige Existenzen gegründet werden können, es werden Bildungsmöglichkeiten gefördert, um den Menschen eine Grundlage zu geben, auf der sie emanzipiert ihr neues Leben aufbauen können und die Gemeinschaft wird gefördert, um ein gemeinsames Lernen zu ermöglichen.

Happy girl

Gespräch mit Earthbeat Foundation Gründerin Guya Merkle

Wir freuen uns, dass wir ein kleines Interview mit der Gründerin der Earthbeat Foundation führen dürfen, um ihr die Chance zu geben, ihre Vision vorzustellen.

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Wie ist die Idee entstanden, die Earthbeat Foundation zu gründen?

Als ich in Peru war, um mir herkömmliche Kleingoldbergbau Minen anzuschauen, wurde mir relativ schnell klar, dass ich das so nicht hinnehmen will. Es war das eine mit dem Label auf ethisch korrekte Ressourcen zurück zu greifen. Allerdings war mir bewusst, dass das nicht reichen würde.

Wir müssen als Industrie gemeinsam etwas verändern und daher wollte ich eine Initiative gründen, die das möglich machen kann. Wenn man sich auf Urban Mining konzentriert, ist das toll und in meinen Augen auch die Zukunft, trotzdem muss man auch da Wirken, wo die Probleme am größten sind, und das sind nun mal die Communities die vom Goldabbau abhängig sind. Deshalb wollte ich Alternativen zum Goldabbau schaffen und dem Ganzen eine Form geben, dass jeder aus der Industrie mitmachen kann.

Welche Projekte initiiert ihr, um den Menschen, die vom Small Scale Mining leben, eine neue Erwerbsmöglichkeit anzubieten?

Das hängt immer von der Community ab. Wir verstehen unsere Arbeit nicht als klassische Entwicklungshilfe, sondern als Partnerschaft mit den Menschen vor Ort. Sie entscheiden, was Sie gerne aufbauen würden. Meistens sind das Bereiche, die schon existieren, aber eben nicht professionalisiert werden können ohne einen starken Partner an der Seite. So entstand beim Pilotprojekt in Uganda ebene das Imkerei Projekt. Die Menschen hatten sich schon versucht als Imker, es wollte nur nicht richtig funktionieren. Mit der Stiftung als Partner konnten Sie professionelle Trainings machen, mehr Bienenstöcke aufstellen und den produzierten Honig auch verkaufen.

Wenn du dir etwas für die Zukunft des Goldabbaus wünschen könntest, was wäre es?

Dass wir es schaffen, so bewusst mit dem Rohstoff Gold umzugehen, dass wir ihn tatsächlich nur noch aus dem Urban Mining beziehen können. Es ist genügend Gold geschürft, wir müssen nur unseren Umgang damit ändern und ihn zirkulär anwenden. Gold bleibt immer Gold und kann sich nicht verbrauchen. Ich würde mir wünschen, dass wir es hinbekommen aus bei diesem Rohstoff mehr in einen Sharing Gedanken zu kommen. Natürlich müssen wir dafür schauen, dass Menschen, die bis jetzt mangels Alternativen im Goldbergbau beschäftigt sind, sich nachhaltige und langfristige Einkommensquellen schaffen können.

Written by: Moritz Hackl

Moritz ist Texter, Blogger und Journalist und lebt in München.
Am liebsten schreibt er über die schönen Dinge des Lebens -
wie zum Beispiel über nachhaltigen Schmuck.