Material: Die Basis unserer Arbeit
Unsere Materialien wählen wir bewusst aus – mit Fokus auf Herkunft, Qualität und Auswirkungen entlang der gesamten Lieferkette. Unsere Philosophie beruht darauf, dass Luxus und Verantwortung Hand in Hand gehen können.
Wir verwenden recyceltes Gold und recyceltes Sterling Silber. Durch die Wiederverwendung bestehender Materialien wird der Bedarf an neuem Abbau reduziert und Ressourcen werden geschont.
Für unsere Diamanten setzen wir auf im Labor hergestellte Steine. Diese entstehen ohne klassischen Bergbau und bieten eine nachvollziehbare Herkunft. Gleichzeitig achten wir auf verantwortungsvolle Produktionsbedingungen.
Auch bei Verpackungen legen wir Wert auf durchdachte Materialien und Lösungen, die Ressourcenverbrauch und Abfall reduzieren.
Transparenz ist uns wichtig: Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Materialien und Prozesse weiterzuentwickeln und nachvollziehbar zu machen.
Bei Maren Jewellery glauben wir fest daran, dass Schönheit nicht auf Kosten von Mensch und Natur gehen sollte. Deshalb setzen wir auf recycelte Materialien, nachvollziehbare Lieferketten und transparente Herstellungsprozesse – damit du unsere Schmuckstücke bewusst tragen kannst.
Schmuck nach Material
Nachhaltig zertifizierte Labor Diamanten
Unsere laborgezüchteten Diamanten stammen von unserem Partner Fenix Diamonds und werden unter streng kontrollierten Bedingungen hergestellt. Sie sind vollständig bis zu ihrem Ursprung rückverfolgbar und entstehen unter Einsatz erneuerbarer Energien. Unabhängige Zertifizierungen wie der SCS-007 Jewelry Sustainability Standard und SMETA bestätigen, dass Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingehalten werden – für maximale Transparenz und Verantwortung.
Unser Recycling Gold
Unser recyceltes Gold beziehen wir von der Scheideanstalt C.HAFNER in Deutschland, einem der führenden Anbieter für nachhaltige Edelmetallverarbeitung. Das Gold stammt ausschließlich aus Recyclingmaterial – sowohl aus industriellen Reststoffen als auch aus bereits genutzten Edelmetallen – und vermeidet somit zusätzlichen Primärabbau. C.HAFNER arbeitet nach den strengen Richtlinien der LBMA, LPPM sowie den Standards des Responsible Jewellery Council (RJC) und gewährleistet eine zertifizierte, verantwortungsvolle Lieferkette. Durch diesen geschlossenen Materialkreislauf werden Umweltbelastungen deutlich reduziert und wertvolle Ressourcen geschont.
FAQs zu unseren Schmuck Materialien
Was sind die Vorteile von Recycling Gold?
Durch Recycling Gold wird der Abbau und Verbrauch neuer, endlicher Ressourcen vermieden, denn in vielen Produktionsabfällen oder alten Wergwerf-Gütern steckt bereits genügend Gold, um es für eine Neuverwertung aufzubereiten.
Da Gold verlustfrei immer wieder eingeschmolzen und neu verwendet werden kann, ist das Recyceln von Gold eine umweltschonende und auch menschengerechte Alternative.
Denn der Goldbergbau ist nicht nur gefährlich und gesundheitsschädigend für alle Minenarbeiter*innen, sondern wird leider auch häufig von Kindern ausgeübt und verschmutzt durch die Nutzung von Zyanid und Quecksilber stark unsere Gewässer, Böden und die Luft.
Der WWF, sowie der Verein Rettet den Regenwald hält Recycling Gold für die nachhaltigste Form der Goldgewinnung und -verarbeitung. Es wird dabei 550 mal weniger CO2 und 8,9 mal weniger Wasser verbraucht, als bei neugewonnenem Gold. Außerdem kann durch das Recycling von Gold vermieden werden, dass Tonnen an giftigem Minenmüll in unser Wasser dringen, Völker aufgrund von Minenbau vertrieben oder Wälder abgeholzt werden, die wichtig für unsere Biodiversität sind.
Da 48,6 % des Goldbedarfs auf Nachfragen der Schmuckindustrie zurückzuführen sind, kann mit der Wahl von Recycling Gold ein beachtlicher Unterschied gemacht werden: Man stelle sich nur mal vor, alle Schmuckhersteller*innen würden Recycling Gold verwenden.
Wie sieht das Gold Recycling Verfahren bei Maren Jewellery aus?
Für das Recycelte Gold, das wir bei Maren Jewellery für unsere Schmuckstücke verwenden, arbeiten wir eng mit unserem Partner, der Scheideanstalt C.Hafner zusammen, die das Gold Recycling Verfahren für uns durchführt.
All unsere wertvollen, gesammelten Goldreste, die aus Gussteilen, Feilungsabfällen oder Polierstaub entstanden sind, übergeben wir an C.Hafner, damit sie mit weiterem Scheidgut eingeschmolzen werden können. Dafür wird das Scheidgut zuerst gewogen und dann eingeschmolzen, sodass sich das Edelmetall homogenisiert und anschließend in Barren gegossen werden kann.
Diesen Barren werden dann Proben entnommen, die mit Blei quartiert werden. Das Blei nimmt die Edelmetalle im Schmelztiegel auf, um sich dann in der Hitze zu verflüchtigen. Zurück bleibt das Edelmetallkorn. Dieses Korn wird dann gehämmert und gewalzt. Jetzt erst beginnt der eigentliche Scheideprozess – das Trennen oder eben Scheiden der Edelmetalle. In Königswasser löst sich das Scheidgut auf. Dort trennen sich die verschiedenen Edelmetalle, die im Scheidgut enthalten sind, voneinander und lassen sich rein zurückgewinnen: Palladium, Platin und eben auch Gold.
Am Ende des Gold-Scheide-Prozesses steht reiner Goldschwamm. Dieser wird eingeschmolzen und granuliert und das Ergebnis lässt sich sehen: recyceltes Feingold mit 99,99 prozentiger Reinheit.
Was sind synthetische Diamanten?
Synthetische Diamanten sind im Labor gezüchtete Diamanten.
Sie sind optisch, in ihrer Härte und in ihrer chemischen Zusammensetzung identisch mit natürlichen Diamanten.
Der Vorteil von synthetischen Diamanten liegt jedoch in ihrer nachhaltigen und menschengerechten Gewinnung, denn diese belastet weder unsere Umwelt, noch werden Menschen in Krisengebieten dabei gefährdet.
Für die Herstellung von synthetischen Diamanten gibt es zwei Techniken: das CVD-Verfahren und das HTHP-Verfahren.
Bei der Chemical Vapour Disposition (CVD) werden Diamanten in einem Plasma erzeugt, das so heiß ist, wie eine kleine Sonne auf der Erde. Unser Partner Fenix Diamond verwendet diese Technik. Diamond Foundry züchtet ebenfalls im CVD Verfahren und fertigt dafür neuartige Plasmareaktoren an, die eine derartige Hitze erzeugen, dass sich Atome an das natürliche Diamant-Kristallgitter eines Diamanten anlagern, der bei diesem Verfahren als Grundlage verwendet wird. Es stapeln sich bei diesem Verfahren also immer mehr Atome auf einem dünnen Fundament aus Diamant und erweitern so die einzigartige Kristallstruktur des Impf-Diamanten. Atom für Atom wächst so ein reiner, schmuckvoller synthetischer Rohdiamant in Edelsteingröße heran.
HTHP steht für High Temperature, High Pressure. In diesem Verfahren, das dem natürlichen Entstehungsprozess von Diamanten nachempfunden ist, wird Graphit-2H in Wachstumszellen gegeben, die in sog. kubischen Pressen von drei Seiten mit bis zu 70.000 Bar Druck belastet werden. Graphit-2H ist eine natürliche Erscheinungsform des chemischen Elements Kohlenstoff, das eine hexagonale Kristallstruktur, ähnlich einer Bienenwabe aufweist. Das Innere der Wachstumszelle wird zunächst mit Katalysatoren und Impfdiamanten bestückt und auf ca. 1600-1700 Grad Celsius erhitzt. Unter diesen Bedingungen verändert sich das Graphit in einem physikalisch-chemischen Prozess und das schwarze Pulver wächst zu einem durchsichtigen Diamanten heran. Unser Partner Swiss Diamond Vision arbeitet mit dem HPHT-Verfahren, um labor-gezüchtete synthetische Eco Diamanten herzustellen.
Sind künstliche, im Labor gezüchtete Diamanten nachhaltig?
Das Verfahren, Diamanten synthetisch im Labor zu züchten, stellt sicher, dass für die Gewinnung der Diamanten keine Menschen in Krisengebieten gefährdet wurden.
Denn obwohl im Labor gezüchtete Diamanten ebenso rein und einzigartig wie natürliche Diamanten sind, ist vor allem ihre Herkunft zu 100% gesichert:
Unsere synthetischen Diamanten, die wir für Maren Jewellery verwenden kommen aus der Schweiz, Indien oder aus Amerika. Alle unsere Edelsteine sind zu 100% von konfliktfreier Herkunft.
Außerdem sind im Labor gezüchtete Diamanten ressourcenschonend. Wenn 1ct Diamant auf herkömmliche Weise gefördert wird, müssen dafür bis zu 200 Tonnen Erde bewegt werden. Diese Massen zu bewegen kostet einen unglaublichen Energieaufwand.
Unsere synthetischen Diamanten sind wesentlich umweltfreundlicher, als Naturdiamanten.
Sie verbrauchen 4,7–9,19 mal weniger CO2 als normale Diamanten. Zwar ist auch die hohe Energie, die für den Zuchtprozess benötigt wird, problematisch, doch daran wird bei unserem Partner der Diamond Foundry gedacht, die, genau wie Maren Jewellery, ein CO2 neutrale Unternehmen ist.