Gold ist nicht gleich Gold - Goldlegierungen bei Schmuck

Gold ist nicht gleich Gold - Goldlegierungen bei Schmuck

Wie kommen die extremen Preisunterschiede bei Goldschmuck zustande, welche Qualitätsunterschiede gibt es und wie hängt all dies mit Goldlegierungen zusammen?

Einer der Gründe, warum die Schmuckstücke von Maren Jewellery sich preislich von denen anderer Marken unterscheiden, ist der hohe Anteil an reinem Gold. Um beim Kauf eines Schmuckstücks zu bewerten, ob der Preis gerechtfertigt ist, lohnt sich — neben einer Reihe anderer Faktoren — auch ein Blick auf die Zusammensetzung der verarbeiteten Edelmetalle. Denn Gold ist nicht gleich Gold. Reines Gold, welches auch als Feingold bezeichnet wird, ist für die Herstellung von Schmuck ungeeignet. Warum? Das möchten wir Dir im Folgenden erklären und aufzeigen, welche Unterschiede es hinsichtlich des Goldgehalts gibt. Für die Schmuckherstellung kommen nämlich sogenannte Legierungen — also Mischungen von verschiedenen Edelmetallen - zum Einsatz.

Lies hier alles Wissenswerte über Goldlegierungen im Allgemeinen und welche Legierung von Gold wir bei Maren Jewellery verwenden.

Was ist eine Goldlegierung?

Feingold ist sehr weich und somit anfällig für Beschädigungen. Für die Herstellung von langlebigem Schmuck kann es deshalb nicht verwendet werden. Die Materialeigenschaft des Goldes wird daher optimiert, indem weitere Edelmetalle wie Silber, Kupfer oder Palladium beigemischt werden. Diesen Vorgang der Verschmelzungen von Gold mit anderen Metallen nennt man Legierung. Für die Herstellung einer Legierung, werden die einzelnen Metalle geschmolzen, um miteinander eine homogene Masse zu bilden und wieder auszuhärten. Durch die Beimischung der Metalle bekommt das Gold mehr Stabilität, sodass es besser zu Schmuckstücken verarbeitet werden kann. Je nach Mischverhältnis entstehen so verschiedene Goldlegierungen, die sich jeweils im Goldanteil voneinander unterscheiden. Bei der Auswahl von Goldschmuck kannst Du den Reinheitsgehalt des Goldes dann in Form von Karat — oder Prozent-Angaben ablesen.

Welche unterschiedlichen Goldlegierungen gibt es?

Goldlegierungen variieren von Land zu Land. In Deutschland sind standardmäßig die Goldlegierungen 333er Gold, 585er Gold und 750er Gold üblich. Der Anteil des Goldes wird in Tausendteilen vom Gewicht angegeben. Desto kleiner die Zahl, desto weniger Gold ist effektiv in der Legierung enthalten. Bei 750er Gold besteht das Schmuckstück somit aus 75% Feingold.

Vielleicht kennst Du auch Angaben in Karat? Dabei handelt es sich um eine ältere, in der Schmuckbranche aber dennoch nach wie vor sehr geläufige Kennzeichnung des Goldgehalts, bei der der Gewichtsanteil (auch Feingehalt) von Gold in 1/24-Teilen angegeben wird. 8 Karat entsprechen dann 333er Gold, 14 Karat entsprechen 585er Gold und 18 Karat entsprechen 750er Gold.

Punzierung von Goldlegierungen

Der Goldgehalt eines jeden Schmuckstücks lässt sich in der Regel anhand der Punzierung unkompliziert herausfinden. Es handelt sich hierbei um eine kleine Prägung an versteckter Stelle des Schmucks. Lediglich bei älterem Schmuck kann diese Kennzeichnung fehlen oder nicht mehr erkenntlich sein.

Goldlegierungen von Maren Jewellery

Bei der Goldlegierung haben wir uns bei Maren Jewellery ausschließlich für die Verwendung von recyceltem 18 Karat Gelbgold und 18 Karat Weißgold entschieden, um hochwertige, langlebige Schmuckstücke für Dich zu fertigen. Das hat folgende Gründe:

Einzigartige Farbe:

Beide von uns verwendeten Goldlegierungen bestehen zu 75 % aus reinem recycelten Gold. Durch den hohen Goldanteil bei 18 Karat Gold erhalten unsere Schmuckstücke ihre warme, gelbgoldene oder hell leuchtende, weißgoldene Farbe. Der Unterschied der Farben entsteht durch die unterschiedlichen Mischverhältnisse. Unser recyceltes Gelbgold setzt sich aus 75 % reinem Gold, 15 % Silber und 10 % Kupfer zusammen. Das recycelte Weißgold besteht zu 75 % aus reinem Gold, 4 % Silber, 7 % Kupfer und 14 % Palladium (ein Platinmetall).

Langlebigkeit & Qualität:

Weil Nachhaltigkeit eines unserer Grundprinzipien darstellt, liegt uns die Langlebigkeit und Qualität unseres Schmucks besonders am Herzen. Im Gegensatz zu vergoldetem Schmuck, bleibt die Farbe unseres Goldschmucks langfristig erhalten. Aufgrund seiner Reinheit ist das 18 Karat Gold ein sehr resistentes Material. Deshalb begleitet dich unser Schmuck ein Leben lang und auch spätere Generationen können sich noch an der Kostbarkeit der Schmuckstücke erfreuen. Weder laufen sie an, noch kommt es bei der Schmuckpflege zu einem starken Materialabrieb.

Angenehmes Hautgefühl:

Durch das verwendete 18 Karat Gold fühlt sich unser Schmuck angenehm weich auf der Haut an. Der hohe Anteil an Feingold macht ihn auch zum idealen Begleiter von Menschen mit empfindlicher Haut, da es nicht zu Kontaktallergien kommen kann.

Häufige Fragen

Sowohl die Angabe 18 Karat als auch die Bezeichnung 750er Gold geben den Gesamtanteil reinen Goldes innerhalb einer Goldlegierung, also der Verschmelzung verschiedener Metalle, an. Die Karat Angabe bei Gold ist eine Maßeinheit für den Gewichtsanteil, den das reine Gold im Gesamtgemisch der Legierung einnimmt – auch Feingehalt genannt. Der Feingehalt wird in 1/24-Teilen angegeben. Den größtmöglichen Gewichtsanteil reinen Goldes innerhalb einer Goldlegierung wären also 24/24 Gewichtsanteilen, sprich 24 Karat. Der Feingehalt von Gold kann aber auch in Gewichtsprozent angegeben werden. 18 Karat entsprechen dann bei höchst möglichen 24 Karat Feingehalt exakt 75 % Goldanteil an der Gesamtmasse der Legierung. Die Bezeichnung 750er Gold, als Anlehnung an die 75 % Goldanteil, beschreibt daher die gleiche Reinheit der Legierung und kann synonym verwendet werden.

Die 18 Karat Angabe bei Gold ist eine Maßeinheit für den Gewichtsanteil, den Gold im Gesamtgemisch einer Legierung einnimmt. Der Gewichtsanteil (auch Feingehalt) von Gold wird in 1/24-Teilen angegeben. Die höchste Reinheit von Gold, also den höchsten Gewichtsanteil reinen Goldes innerhalb einer Goldlegierung, werden bei 24/24 Gewichtsanteilen, sprich 24 Karat erreicht. Da mögliche Verunreinigungen aber nie vollständig eliminiert werden können, erreicht auch 24-karätiges Gold lediglich eine Reinheit von 99,99%. Für die Verarbeitung von Schmuck eignet sich 24 Karat Gold allerdings nicht, da es viel zu weich ist und sich leicht verbiegt. Daher sind 18 Karat oder auch genannt 750er Gold mit 75% Goldanteil die hochwertigste Goldlegierung, die sich zur Verarbeitung von Schmuck eignet.

Written by: Franka

Franka ist Freelancerin in den Bereichen Marketing und Kommunikation und lebt mit ihrer kleinen Familie in München. Ihren Alltag versucht sie bewusst zu gestalten, um Stück für Stück mehr Nachhaltigkeit in ihr Leben zu integrieren.